„I’m sure I must be up to something“

Publiziert am 23. November 2016 in literatura, mediji.

Angesichts der Diskussion rund um (Facebook-)Fake News und den eng damit verbundenen Wuchern von Verschwörungstheorien à la Chemtrails, Lizardpeople und vielen vielen anderen habe ich mich dazu entschlossen, einen alten literaturwissenschaftlichen Essay von mir hier zur Verfügung zu stellen. Darin umreiße ich die verschiedenen Arten von Verschwörungen und Verschwörungsimaginationen, die es im Laufe der Geschichte gab, und versuche, eine Hypothese zu entwickeln: Könnte es gar sein, dass wir immer weniger wissen, je mehr Information wir haben?

Die dahinterliegende Idee ist: Für jede absurde, aus der Luft gegriffene Nachricht oder Information, auf die ich stoße, finde ich in einer Bibliothek oder im Internet eine Bestätigung. Seit dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 wissen wir auch, dass solche Desinformation ganz bewusst publiziert und über z.B. Social-Media-Kanäle gepusht wird.

Weiters ist anzumerken, dass die Bildung von Verschwörungstheorien besonders in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eng mit erschütternden (realpolitischen) Ereignissen zusammenhing – man denke an die Ermordung John F. Kennedys, die Mondlandung, Lady Dianas tödlichen Unfall oder 9/11. Mittlerweile – und das ist etwas, das sich in den letzten Jahren entwickelt hat, nach dem Verfassen dieses Textes – scheinen die Verschwörungen auch fernab zu blühen beziehungsweise mediale Narrative komplett zu dominieren. Ein Impuls, den die Lektüre dieses Essays daher vielleicht geben könnte, ist, darüber nachzudenken, was sich in unserer Auffassung von Geschichte und/oder im Medienkonsum bzw. -Business verändert hat.

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P.S.: Noch so ein Beweis dafür, dass es für alles ein xkcd gibt

Olja Alvir